Presseartikel

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 30.06.18

Kinder unterstützen die Wunstorfer Tafel

Schülerinnen und Schüler der IGS verkaufen Kuchen für den guten Zweck / Weitere Projekte bereits in der Planung

WUNSTORF (tau). Die Schü­ler der Klas­sen 5a und b der Evan­ge­li­schen IGS un­ter­stüt­zen die Ta­fel mit ei­ner Geld­s­pen­de. Dazu hat­ten sich die Kin­der ü­ber­legt, einen Ku­chen­ver­kauf zu or­ga­ni­sie­ren. Die le­ckere Aus­wahl aus ver­schie­de­nen Sor­ten lockte an­dere Schü­ler und Leh­rer glei­cher­maßen an. Der Ver­kaufs­stand im Fo­rum der Schule war in den Pau­sen sehr gut be­sucht. Scho­ko­la­den­ku­chen, Erd­beer­torte oder Muf­fins er­freu­ten sich großer Be­liebt­heit.

Die Fünft­kläss­ler hat­ten sich die Ak­tion nach ei­nem Be­such des Ta­fel­hau­ses in der Neustäd­ter Straße ü­ber­legt. Dort sam­mel­ten die Schü­ler viele Ein­drücke. So fin­den sie es un­ter an­de­rem gut, dass die Ta­fel je­den Frei­tag einen kos­ten­lo­sen Mit­tags­tisch für alle an­bie­tet. "Wir möch­ten die Ar­beit der Ta­fel da­her auch wei­ter un­ter­stüt­zen und pla­nen schon wei­tere Pro­jek­te", sa­gen die Schü­ler. Fo­to: tau

HAZ vom 16.05.2018

Tafel sucht wieder tatkräftige Unterstützung

Zwei Helfer gehen nach einem Jahr und werben für den Bundesfreiwilligendienst

Wunstorf. Sie helfen beim Planen, Ausliefern und Sortieren, geben Waren aus, arbeiten als Betriebsleiter, koordinieren die Dienste, checken Mails, kümmern sich um die Stundenerfassung und unterstützen mit Tatkraft überall dort, wo sie gebraucht werden: Seit Oktober 2017 engagieren sich Philip Grodt (18) und Kevin Harte (19) als Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) bei der Tafel in Wunstorf.

In wenigen Wochen verlassen die jungen Männer die Tafel und beginnen ihre Berufsausbildungen. Das wäre dann noch vor Ablauf des geplanten Jahres. Das bedauert Tafel-Vorsitzender Frank Löffler sehr. Beide würden auch gerne weitermachen. Kevin hat aber zum 1. August einen Ausbildungsplatz zum Medienkaufmann bekommen, Philip möchte Ergotherapeut werden. „Spätestens dann brauchen wir neue engagierte Freiwillige. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Wer uns unterstützen möchte, bleibt zwölf oder 18 Monate und bekommt 200 Euro Taschengeld. Schön wäre es wegen der Einarbeitungszeit, wenn sich Interessenten bald bei uns melden würden“, sagt Löffler.

Zwölf Monate Engagement, zwölf Monate Freiwilligendienst bei der Tafel: Wer an der Neustädter Straße mithelfen möchte, bekommt nicht nur Einblicke in die Einrichtung, sondern wird auch ein Teil der Bundestafel. Die Wunstorferin Claudia Hoting zum Beispiel hat ihr Bufdi-Jahr bei der Tafel vor knapp einem Jahr beendet (wir berichteten). „Mittlerweile arbeitet Claudia bei der Jungen Tafel mit und unterstützt uns so über ihren Freiwilligendienst hinaus noch weiter. Das Jahr bei uns kann also auch Auswirkungen auf die Zukunft haben“, sagt er.

Die Aufgaben bei der Tafel Wunstorf sind vielfältig. Ganz wichtig ist es dem Tafel-Team, dass ihre Bufdis auch Verantwortung übernehmen können. Das hat bisher auch immer geklappt. „Kevin Harte ist meine rechte Hand und arbeitet bei uns wie auch schon Claudia Hoting als Betriebsleiter. Zu seinen Aufgaben gehören zum Beispiel die Abwicklung des E-Mail-Verkehrs, das Erstellen von Presseartikeln und die Betreuung der Website. EDV-Kenntnisse sind für die Arbeit wichtig“, betont der Vorsitzende. Er hoffe sehr, dass Kevin und Philip der Tafel auch nach der Beendigung ihres Dienstes ab und an zur Seite stehen.

Informationen zum Sozialen Tafel-Jahr als Bufdi in Wunstorf gibt es unter Telefon (0­ 50 31) 7 00 22 22 und nach einer E-Mail an info@wunstorfer-tafel.de. Wer möchte, schaut einfach persönlich im Tafel-Haus, Neustädter Straße 2, vorbei.

Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst gibt es auch im Internet auf www.bundesfreiwilligendienst.de.

Von Christiane Wortmann

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 12.05.2018

Stadtschule hilft der Tafel zum elften Mal

Schüler sammeln wieder reichlich Lebensmittel für bedürftige Menschen

WUNSTORF (tau). Die Stadt­schule hat be­reits zum elf­ten Mal Le­bens­mit­tel ge­sam­melt und an die Ta­fel ge­spen­det. Etwa 160 Kin­der mach­ten sich dies­mal mit Bol­ler­wa­gen, Kis­ten und Ta­schen auf den Weg zum Ta­fel­haus an der Neustäd­ter Straße. Dort nah­men die Ta­fel­mit­ar­bei­ter um Ge­schäfts­füh­rer Frank Löff­ler die Spen­den in Emp­fang. Alle Klas­sen der Schule ha­ben sich wie­der an der Ak­tion be­tei­ligt und vor al­lem lang halt­bare Le­bens­mit­tel wie Nu­deln, Reis, Mehl, Zucker, Kon­ser­ven, aber auch Zahn­pasta und Dusch­gel für die Spen­den­ak­tion zur Ver­fü­gung ge­stellt. "Je­der gibt, was er kann", sagt Ma­rion Bör­nert, die die Spen­den­ak­tion in der Schule in Ab­spra­che mit den El­tern or­ga­ni­siert. 14 Tage lang ha­ben die Schü­ler ge­sam­melt. Die Ak­tion fin­det in­zwi­schen je­des Jahr ein­mal statt. Vor elf Jah­ren, als der La­den der Ta­fel noch in der Barne war, fragte Bör­nert bei den Mit­ar­bei­tern nach, wel­che Un­ter­stüt­zung die so­ziale Ein­rich­tung benöti­ge. Und so kam es zu der Idee ei­nes Spen­den­pro­jekts, sagt die Leh­re­rin. Die Ko­ope­ra­tion mit der Ta­fel läuft ü­b­ri­gens in beide Rich­tun­gen. So lie­fert die so­ziale Ein­rich­tung im­mer diens­tags fri­sches Obst und Gemüse an die Schu­le, das dann in der großen Pause ver­teilt wird. Fo­to: tau

HAZ vom 27.04.2018

Typisierungsaktion im Tafelhaus ist ein Erfolg

NKR und Tafel ziehen Bilanz ihrer Aktion

WUNSTORF (tau). Das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspenderregister (NKR) ist weiter gewachsen. Knapp 60 neue „Lebensretter“ haben sich während einer dreitägigen Aktion im Tafel-Haus typisieren lassen. „Die Resonanz ist gut“, freut sich Tafel-Mitarbeiter Klaus Gehrke, der die Kampagne gemeinsam mit den beiden Bundesfreiwilligendienstlern Kevin Harte und Philip Grodt sowie Suham Alscharify organisiert hat. Es gebe bereits Überlegungen, die Spendersuche im nächsten Jahr fortzusetzen.

Dann dürfte sicherlich NKR-Aktionskoordinator Michael Roth wieder mit dabei sein, der mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden ist. Benötigt würden vor allem auch Spender aus der Türkei, dem Iran, Irak und Syrien. Durch die Flüchtlingswelle leben aus diesen Ländern vermehrt Menschen in Deutschland. Wenn sie erkranken, benötigen sie Stammzellen von Personen gleicher ethnischer Herkunft. Daher begrüßt Roth die Typisierungsaktion im Tafelhaus, in das auch ausländische Kunden kommen. Aber auch junge Spender sind gefragt, da sich unter den registrierten potenziellen Stammzellspendern immer mehr Ältere befinden. „Der optimale Spender ist 18 Jahre alt und männlich“, sagt Roth. Rund 325 000 Menschen, darunter 258  000 aktive Spender, zählt das NKR.

„Leben retten“ wollte auch Schekiba Akbari und steckte sich für eine halbe Minute zwei Wattestäbchen für einen Wangenabstrich in den Mund. Ihr sei es sehr wichtig, kranken Menschen zu helfen. Auch bei den Vorbereitungen für die Typisierungsaktion packte sie mit an. Die städtische Mitarbeiterin im Bereich Flüchtlingsarbeit übersetzte die Informationszettel für die Kampagne ins persische Farsi. nan

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 21.04.18

Hilfsaktion startet wieder

Kampf gegen den Blutkrebs: Tafel ruft am Montag zur großen Typisierungsaktion auf

WUNSTORF (tau). Nach der er­folg­rei­chen Ty­pi­sie­rungs­ak­tion des Nord­deut­schen Kno­chen­mark- und Stamm­zel­len­spen­der Re­gis­ters (N­KR) im ver­gan­ge­nen Jahr, ruft die Ta­fel ab Mon­tag, den 23. April um 14.30 Uhr wie­der zu der Hilfs­ak­tion auf. Bis 18 Uhr kön­nen sich Men­schen im Al­ter zwi­schen 18 und 55 Jah­ren im Ta­fel­haus an der Neustäd­ter Straße ty­pi­sie­ren und in die Spen­der­da­tei auf­neh­men las­sen. Wei­tere Ter­mine sind am Diens­tag, den 24. April und am Don­ners­tag, den 26. April eben­falls zwi­schen 14.30 und 18 Uhr. Das NKR in Han­no­ver sucht Le­bens­ret­ter für an Blut­krebs er­krankte Men­schen. Es un­ter­sucht und re­gis­triert Men­schen, die sich als ge­ne­ti­scher Zwil­ling zu ei­ner Spende ih­rer Stamm­zel­len be­reit er­klären. Der erste Schritt dazu ist die Ty­pi­sie­rung, die mit­tels ei­nes sim­plen Spei­chel­ab­strichs an der Wan­gen­schleim­haut mit Wat­testäb­chen er­folgt. Die Ak­tion dau­ert nur we­nige Mi­nu­ten. Tatsäch­lich spen­den etwa nur ein Pro­zent al­ler re­gis­trier­ten Spen­der je­mals Stamm­zel­len oder Kno­chen­mark. Doch etwa 90 Pro­zent der an Leukä­mie oder ei­nem schwe­ren Blut­lei­den Er­krank­ten kann in­zwi­schen so ge­hol­fen wer­den. "Da­her ist es umso wich­ti­ger, dass sich mög­lichst viele Men­schen ty­pi­sie­ren las­sen", sagt In­itia­tor Klaus Gehrke aus dem Ta­fel-Vor­stand. Er weist auch auf Ängste hin, die häu­fig in Zu­sam­men­hang mit ei­ner Kno­chen­markss­pende ver­bun­den wer­den. Diese seien aber un­be­grün­det, da die Stamm­zel­len in 80 Pro­zent der Fälle ü­ber ein dia­ly­seähn­li­ches Ver­fah­ren ge­won­nen wer­den, also nicht aus dem Be­cken­kno­chen. Durch ein vor­her ver­ab­reich­tes Hor­mon wird die Pro­duk­tion von Stamm­zel­len an­ge­regt, die sich dann aus dem Blut des Spen­ders her­aus­fil­tern las­sen, so Gehr­ke. Die Mit­glie­der, Un­ter­stüt­zer und Spon­so­ren, Ta­fel-Kun­den und an­dere In­ter­es­sierte al­ler Na­tio­na­litäten sind herz­lich ein­ge­la­den, sich als Spen­der re­gis­trie­ren zu las­sen. Um mög­lichst viele Men­schen zu er­rei­chen, hat die Ta­fel In­for­ma­ti­ons­blät­ter in ver­schie­de­nen Spra­chen dru­cken und an den Aus­ga­be­ta­gen ver­tei­len las­sen. Außer­dem wei­sen Pla­kate auf die Ak­tion hin. Die Re­gis­trie­rung er­folgt kos­ten­los. Gern in­for­miert das Ta­fel-Team bei ei­nem Kaf­fee auch ü­ber die Auf­ga­ben der NKR oder stel­len die Ta­fel vor. Bei der Um­set­zung ver­traut Gehrke auf die bei­den Mit­ar­bei­ter Phi­lip Grodt und Ke­vin Har­te. "­Die bei­den ha­ben sich im Rah­men ih­res Bun­des­frei­wil­li­gen­diens­tes um viele De­tails des Pro­jekts geküm­mert und sind mit En­ga­ge­ment und Fleiß da­bei", so Gehr­ke. Fo­to: tau

HAZ vom 20.04.18

Wunstorfer Tafel sucht Lebensretter

Typisierungsaktion im Tafelhaus beginnt am Montag

Die Wunstorfer Tafel sagt auch in diesem Jahr dem Blutkrebs den Kampf an. Weil 2017 die Resonanz auf ihre Typisierungsaktion so groß war, bieten die Organisatoren die Registrierung für die Spenderdatei des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellenspenderregisters (NKR) ein weiteres Mal an. Am Montag, 23., Dienstag, 24., und Donnerstag, 26. April, jeweils von 14.30 bis 18 Uhr stehen die Türen des Tafelhauses an der Neustädter Straße offen. Spenden können alle gesunden Menschen von 17 und 55 Jahren, Typisierung und Registrierung sind kostenfrei.

Die Idee, gemeinsam mit dem NKR nach möglichen Lebensrettern für an Leukämie erkrankte Menschen zu suchen, hatte Klaus Gehrke, für den eine ähnliche Aktion beim TSV Havelse der Anstoß war, sich zu engagieren. Benötigt werden vor allem die besonderen Blutgruppen von Südländern, so der Hinweis des NKR. Aus diesem Grund wollen Gehrke und seine Mitstreiter möglichst viele Menschen mit Migrationshintergrund erreichen. „Wir haben unsere Informationsblätter zur Typisierungsaktion auch in syrischer, kurdischer und afghanischer Sprache gedruckt“, sagt Gehrke, der viel Lob vor allem für die beiden Bundesfreiwilligendienstler Kevin Harte (links) und Philip Groth sowie Suham Al-Scharify hatte. „Sie haben uns bei der Aktion in allen Belangen sehr geholfen.“ laf

Unter dem Motto Lebensretter gesucht hat die Wunstorfer Tafel gemeinsam mit dem Niedersächsischen Knochenmark- und Stammzellenregister (NKR) einen Typisierungsaktion organisiert. Gesucht werden vor allem Spender aus dem nichteuropäischen Raum. Von Christiane Wortmann

Leine Zeitung vom 06.04.2018

Wunstorfer Tafel sucht Lebensretter

Typisierungsaktion auch in Groß Munzel

Wunstorf/Groß Munzel. Das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) in Hannover und die Wunstorfer Tafel suchen Lebensretter für Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind. Der erste Schritt dazu ist, sich typisieren und in die Spenderdatei des NKR aufnehmen zu lassen.

Die Möglichkeit dazu besteht am Montag, 23., Dienstag, 24., und Donnerstag, 26. April, jeweils von 14.30 bis 18 Uhr im Tafelhaus, Neustädter Straße 2. Im Rahmen der Typisierung wird ein Abstrich von der Wangenhaut mit Wattestäbchen genommen und das schriftliche Einverständnis mit jederzeitigem Rücktrittsrecht des Spenders aufgenommen. Beides dauert nur wenige Minuten. Registrierung und Typisierung sind kostenfrei.

Bereits morgen von 11 bis 16 Uhr werden solche Lebensretter in Groß Munzel in der Grundschule gesucht. Die dortige Feuerwehr engagiert sich für einen Feuerwehrmann aus Walsrode. „Eine Transplantation gesunder Stammzellen ist seine einzige Chance, den Blutkrebs zu besiegen. Allerdings waren alle bisherigen Bemühungen, einen passenden Spender zu finden, nicht erfolgreich“, erklärt Organisatorin Tatjana Pagel. Daher habe sie spontan die Idee entwickelt, in ihrem Heimatort eine Typisierung für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu organisieren.

„Auch wenn Walsrode nicht gerade um die Ecke liegt, wollen wir trotzdem versuchen, durch unsere Veranstaltung einen passenden Knochenmarkspender zu finden“, sagt die 27-Jährige. Das Team bereitet ein Kuchenbüfett, Kaffee und Getränke vor – gegen eine Spende für die gemeinnützige DKMS, um die Typisierung finanzieren zu können. nn/lz

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 05.04.2018

Verdi-Versammlung

WUNSTORF (gi). Am 9. April, um 18.30 Uhr fin­det die Verdi Mit­glie­der­ver­samm­lung des Orts­ver­eins Wunstorf im Ca­len­ber­ger Bau­ernstüb­chen statt. Alle vier Jahre wählen die Mit­glie­der einen neuen Orts­ver­eins­vor­stand. Außer­dem wird Frank Löff­ler, Vor­sit­zen­der der Wunstor­fer Ta­fel, ü­ber die Ar­beit der Ta­fel be­rich­ten an­hand ei­ner Po­wer­Point Prä­sen­ta­tion. Der Orts­ver­ein sam­melt seit drei Jah­ren Spen­den für die Ta­fel, auch an die­sem Tag. Der Be­trag soll im An­schluss der Prä­sen­ta­tion ü­ber­reicht wer­den. Ein­ge­la­den sind alle Mit­glie­der und in­ter­es­sierte Bür­ger, diese ins­be­son­dere zu dem Ta­ges­ord­nungs­punkt Wunstor­fer Ta­fel.

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 24.03.18

Die Zahlen sinken

WUNSTORF (tau). Die Ta­fel ver­sorgt ak­tu­ell 800 Men­schen, da­von kom­men in der Re­gel 500 Per­so­nen pro Wo­che zu den drei Le­bens­mit­te­l­aus­ga­ben in das Ta­fel­haus. Die Zahl hat laut An­ga­ben des Vor­stan­des ab­ge­nom­men. Woran das ge­nau liegt, wisse man nicht, so der 1. Vor­sit­zende Frank Löff­ler. Er schloss aber aus, dass der Rück­gang et­was mit den aus­län­di­schen Kun­den der Ta­fel zu tun ha­be. Die Zahl der Le­bens­mit­tel­s­pen­den nehme eben­falls ab. Im Jahr 2017 wa­ren es 173 Ton­nen und da­mit rund 20 Ton­nen we­ni­ger als im Jahr da­vor.

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 24.03.18

Haushalt bereitet keine Sorgen mehr

WUNSTORF (tau). Die Wunstor­fer Ta­fel steht, was das Ta­ges­ge­schäft an­be­langt, auf ei­ner so­li­den fi­nan­zi­el­len Ba­sis. So ü­ber­stei­gen die mo­nat­li­chen Ein­nah­men von rund 3700 Euro die Aus­ga­ben in Höhe von etwa 3000 Eu­ro, so Han­ne­lore Min­tus, die im Ver­ein die Kasse führt. Die Zei­ten, in de­nen die Frage nach den Fi­nan­zen so man­che schlaflose Nacht be­rei­te­te, seien da­mit vor­bei. Rein rech­ne­risch ist im ab­ge­lau­fe­nen Jahr den­noch ein Mi­nus ent­stan­den. Das lag aber vor al­lem an den In­ves­ti­tio­nen, die ü­ber die zu­vor ge­bil­de­ten Rück­la­gen kom­plett fi­nan­ziert wer­den konn­ten. Gel­der flos­sen bei­spiels­weise in die An­schaf­fung ei­ner neuen Tief­kühl­zel­le, ei­nes neuen Fahr­zeugs und ei­ner neuen Küche. In­ves­tiert wurde aber auch in die Fassade des Ge­bäu­des an der Neustäd­ter Straße, das sich im Be­sitz des Ver­eins be­fin­det. Die Ent­schei­dung zum Kauf des Ob­jekts war ein­fach nur ge­nial, sagte der stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende Klaus Gehr­ke. Er in­for­mierte die Mit­glie­der ü­ber die Op­tio­nen bei der Wahl ei­nes An­schluss­dar­le­hens für den lau­fen­den Kre­dit­ver­trag. Der Vor­stand habe da­bei ver­schie­dene An­ge­bote ge­prüft und emp­fahl den Mit­glie­dern, bei der Stadt­spar­kasse zu blei­ben. Von An­fang an habe sich zwi­schen dem Ver­ein und der Bank ein so­li­des Ver­trau­ens­ver­hält­nis ent­wi­ckelt, das ü­ber das nüch­terne Zah­len­werk ei­ner Ge­schäfts­be­zie­hung hin­aus­ge­he. Der ehe­ma­lige Vor­sit­zende des Ta­fel­ver­eins, Achim Süß, sag­te: "Ohne die Stadt­spar­kasse hät­ten wir da­mals das Ge­bäude nicht ü­ber­neh­men kön­nen." Die Bank habe die Sa­che der Ta­fel auch ein stück­weit zu ih­rer ei­ge­nen ge­macht, so Süß. Das En­ga­ge­ment halte da­her auch bis heute an. So hat die Stadt­spar­kasse zu­letzt bei der Be­schaf­fung der neuen Küche mit ei­ner Spende ge­hol­fen. In der Küche wird seit ei­ni­ger Zeit ge­kocht, um je­den Frei­tag von 12 bis 13.30 Uhr einen kos­ten­lo­sen Mit­tags­tisch für alle an­bie­ten zu kön­nen. "­Die­ses Kon­zept ist nicht nur span­nend, son­dern auch so auf­ge­gan­gen, wie wir uns das ge­dacht ha­ben", sagte der 1. Vor­sit­zende Frank Löff­ler. Men­schen aus un­ter­schied­li­chen ge­sell­schaft­li­chen Schich­ten kom­men im Ta­fel­haus zu­sam­men und auch mit­ein­an­der ins Ge­spräch. "Das ist ge­nau das, was wir wol­len, aus der Ta­fel auch eine Be­geg­nungs­stätte zu ma­chen", so Löff­ler. In die­sem Jahr will die Ta­fel ebenso er­folg­rei­che Pro­jekte und Ak­ti­vitäten aus dem letz­ten Jahr fort­set­zen. So wird es bei­spiels­weise wie­der eine Ty­pi­sie­rungs­ak­tion in der letz­ten April­wo­che ge­ben so­wie ein Som­mer­fest für die Hel­fer am 11. Au­gust. Das Weih­nacht­ses­sen in den Strand­ter­ras­sen und der Weih­nachts­markt bei Markt­kauf sind eben­falls wie­der ge­plant. Außer­dem möchte sich die Ta­fel beim Tag der Bun­des­wehr am 9. Juni auf dem Flie­ger­horst prä­sen­tie­ren. Der Vor­stand ist mit viel Ap­plaus und an­er­ken­nen­den Wor­ten im Amt bestätigt wor­den. Neu da­bei ist Schrift­füh­re­rin Ina Don­der. Fo­to: tau

HAZ vom 22.03.18

Tafel legt ausgeglichenen Haushalt vor

Die Tafel Wunstorf blickte am Mittwochabend auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Viele notwendige Investitionen wurden 2017 getätigt. Trotzdem legte der Vorstand einen ausgeglichen Haushalt vor.

Wunstorf. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte der Tafel-Vorstand seinen Mitgliedern nicht machen können: Pünktlich zum zwölften Jahrestag der Vereinsgründung gab es auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend Positives zu berichten. „Wir können endlich wieder ohne Schlafstörungen haushalten. Wir haben jeden Monat ein Plus für die Rücklagen. Alle großen Investitionen, darunter das neue Tafel-Auto, die Erneuerung der Fassade und die Küche, konnten 2017 getätigt werden“, verkündete Kassenwartin Hannelore Mintus. Das sei ein wirklich tolles Ergebnis und wichtig. Auf Spenden allein könne man sich auch in Zukunft nicht verlassen, betonte sie.

Intensiv diskutiert wurde in der Versammlung vor allem über das Anschlussdarlehen zur Finanzierung des Tafel-Hauses. Die Kredite werden fällig und müssen neu verhandelt werden. Die Debatte, ob die Stadtsparkasse auch künftig als Haus- und Kreditbank fungieren soll oder ein andere Bank den Zuschlag bekommt, führte während der Versammlung zu einem Mitgliedervotum zugunsten des örtlichen Kreditinstitutes. Der Vorstand habe diverse Angebote eingeholt  und diese miteinander verglichen,  berichtete Stellvertreter Klaus Gehrke. „Wir haben mit der Stadtparkasse nur gute Erfahrungen gemacht und ein enges Vertrauenverhältnis aufgebaut. Die Zusammenarbeit ist über Jahre gewachsen und soll auch künftig fortgeführt werden“, betonte Tafel-Vorsitzender Frank Löffler.

Dass die Tafel Wunstorf mittlerweile so erfolgreich arbeitet, hat sie nicht nur den Geldgebern, sonder auch ihren 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern zu verdanken. Ohne sie laufe bei der Tafel nichts, hob Löffler hervor.  Sorgen bereite ihm die stagnierende Mitgliederzahl.  Diese liege bei 117 und es sei schwer, neue zu finden, sagte er. Einen spürbaren Rückgang verzeichnet die Tafel bei ihren Kunden. „Wir versorgen 800 Menschen, 500 davon kommen regelmäßig zu den Lebensmittelausgaben in das Tafelhaus. Warum diese Zahl sinkt, wissen wir nicht. Auf jeden Fall hat es nichts mit den ausländischen Kunden zu tun“, betonte er. Weniger werden auch die Lebensmittelspenden. Waren es 2016 noch 192 Tonnen, vermeldete der Vorstand für 2017 nur noch 171. Die Mengen vor Ort reichten nicht aus. Mittlerweile holten die Fahrer Waren aus Bremen, Eystrup und Verden ab, beschrieb der Vorsitzende die Situation.

Positives berichtete Hannelore Mintus über die Freitags-Kochaktion. „Wir verarbeiten die vom Vortag übriggebliebenen Lebensmittel zu einem Gericht und geben diese gegen Spende aus. Wir verköstigen bis zu 30 Personen, darunter nicht nur Tafelkunden“, sagte sie erfreut. Weitere Aktionen für 2018 sind in Planung. Dazu gehören eine erneute Typisierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspendedatei im April, die Teilnahme am Tag der Bundeswehr im Juni sowie das große Tafel-Sommerfest im August.

Gewählt wurde auch: Für Arnd Brügmann, er trat als Schriftführer vorzeitig zurück, rückt Ina Donder nach. Tafelmitglied Friedlies Reschke übernimmt von ihr das Amt der zweiten Kassenprüferin. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Von Christiane Wortmann

HAZ vom 16.03.18

Tafel Wunstorf setzt Zeichen gegen Rassismus

Wunstorf. Mit Plakaten beteiligt sich die Wunstorfer Tafel an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Diese sind im Tafel-Haus an der Neustädter Straße noch bis Freitag nächster Woche zu sehen. Damit möchte die Einrichtung ein Zeichen setzen. Auf den Plakaten wird sich beispielsweise gegen Hassreden im Netz ausgesprochen.

Das jüngste Tafelmitglied Laurin (1) trägt dazu passend ein T-Shirt gegen Rassismus. Das soll es demnächst auch für Erwachsene geben, kündigt Frank Löffler, Vorsitzender der Tafel, an. Für das Kinder-T-Shirt habe Printobello die Kosten übernommen. „Denen gefällt die Aktion gegen Rassismus und die Tafel“, freut sich Löffler über die Unterstützung. Auch Tafelmitglieder hätten sich gemeldet, die das Zeichen gegen Rassismus begrüßten, berichtet die stellvertretende Tafel-Vorsitzende Ursula Jungbluth.  „Ich möchte auch so ein T-Shirt, bevor ich nach Griechenland in den Urlaub fahre.“ Für Tafelmitarbeiterin Diana Löffler ist wichtig, dass „sich Menschen gleich behandeln, egal welcher Hautfarbe oder Religion. Wir bewohnen alle den gleichen Planeten“, sagt die Mutter, die dies auch ihrem Sohn Laurin vermitteln möchte. Wichtig sei, sich gegenseitig zu respektieren.

Von Rita Nandy

HAZ vom 05.03.18

Die Tafel setzt ein Zeichen

Plakataktion im Wunstorfer Tafel-Haus

Die Wunstorfer Tafel zeigt Flagge. Nachdem die Essener Tafel mit ihrer Ablehnung von ausländischen Neukunden in die Schlagzeilen geraten ist, beschlossen die Wunstorfer, auf die Vorkommnisse zu reagieren. Mit einer Plakataktion im Tafel-Haus, Neustädter Straße 2, beteiligen sie sich an den internationalen Wochen gegen Rassismus. Diese dauern von Montag, 12. März, bis Sonntag, 25. März. Zu sehen sein wird unter anderem ein Plakat mit der Aufschrift „Seit 25 Jahren sind wir ständig in Eile. Und bleiben standhaft gegen Hetze“. Eine Neiddebatte gebe es bei der Wunstorfer Lebensmittelausgabe nicht, betonte Vorstandsmitglied Ursula Jungbluth (Bild). „Die Spenden werden weiterhin für alle 40 Nationalitäten eingesetzt.“ Probleme zwischen den  Nationen seien nicht erkennbar. Um den Umgang mit fremden Kulturen zu lernen, hat die stellvertretende Vorsitzende beispielsweise im vergangenen Jahr an einer Fortbildung zum Thema interkulturelle Zusammenarbeit an der Tafel-Akademie teilgenommen. Zum Workshop gehörte beispielsweise die Argumentation gegen rechts.  Anschließend seien die Tafelhelfer von ihr für das Anderssein sensibilisiert worden. Auch zum Thema Flucht und Trauma hat sich Jungbluth weitergebildet. nan

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 03.03.18

Computerprogramm verhindert Wartezeiten

Die Tafel versorgt rund 800 Bedürftige pro Woche

WUNSTORF (m­k). Die Es­se­ner Ta­fel ist Ge­sprächsthema Num­mer Eins. Diese hatte ent­schie­den, bis auf wei­te­res nur Neu­kun­den mit deut­schem Per­so­nal­aus­weis an­zu­neh­men. Be­grün­det wird diese Re­ge­lung da­mit, dass der An­teil aus­län­di­scher Ta­fel-Be­su­cher auf 75 Pro­zent an­ge­stie­gen ist und es ver­mehrt zu Drän­ge­lei­en, Schub­se­reien und Pö­be­leien ge­kom­men ist. "Ich bin ü­ber die Es­se­ner Ta­fel sehr, sehr trau­rig", macht Frank Löff­ler, Vor­sit­zen­der der Ta­fel Wunstorf, deut­lich, "da muss grund­le­gend et­was falsch lau­fen." Ins­be­son­dere das Sys­tem der Es­sens­aus­gabe sei dort ein Pro­blem. Si­cher­lich habe die Zahl der Per­so­nen zu­ge­nom­men, rund 300 Be­dürf­tige mehr kä­men pro Wo­che zur Es­sens­aus­gabe in die Wunstor­fer Ta­fel - wöchent­lich sind es etwa 800. In Wunstorf wer­den Num­mern ver­ge­ben und mit Hilfe ei­nes spe­zi­el­len Com­pu­ter­pro­gramms er­hal­ten die Ta­fel-Be­su­cher auch gleich die pas­sende Ab­hol­zeit. So ent­ste­hen keine Schlan­gen und keine War­te­zei­ten, die Es­sens­aus­gabe kann in Ruhe er­fol­gen. Die Ta­fel, so Löff­ler, "ist eine wun­der­bare Mög­lich­keit zur In­te­gra­tion." Viele aus­län­di­sche Be­dürf­tige wür­den mit­hel­fen und bei­spiels­weise dol­met­schen. Zu­dem sei es wich­tig, das Prin­zip der Ta­fel zu er­klären, da viele glau­ben, es han­dele sich um eine staat­li­che Ein­rich­tung. So­bald je­doch klar wür­de, was dort auf eh­ren­amt­li­cher Ba­sis ge­leis­tet wer­de, emp­fin­det die Mehr­heit großen Re­spekt. Die Wunstor­fer Ta­fel un­ter­stützt un­ter an­de­rem mit ei­ner Pla­kat-Ak­tion die "In­ter­na­tio­nale Wo­che ge­gen Ras­sis­mus", die in der Zeit vom 12. bis 25. März auf die be­ste­hen­den Pro­bleme auf­merk­sam ma­chen möch­te. Ge­rade jetzt un­ter dem Ge­sichts­punkt der ak­tu­el­len Dis­kus­sion um die Kun­den­struk­tu­ren der Ta­fel möchte die Wunstor­fer Ta­fel öf­fent­lich Hal­tung zei­gen. Fo­to: mk

HAZ vom 05.01.18

Helfer der Tafel frühstücken gemeinsam

Am Montag startet die Tafel wieder ihre Essensausgabe. Zu einem gemeinsamen Frühstück trafen sich die ehrenamtlichen Helfer am Freitagmorgen im Tafel-Haus an der Neustädter Straße.

Wunstorf. Die Pause der Wunstorfer Tafel endet nächste Woche. Am Freitag trafen sich die ehrenamtlichen Helfer zu einem gemeinsamen Frühstück im Tafel-Haus. Dabei konnten sie auch die frisch renovierten Wände begutachten. Über die Feiertage hatte eine achtköpfige Gruppe fleißig gewerkelt. Im Nebenraum zieren bunte Kinderhände die Wand. Die Aktion war als Überraschung für den Tafelvorsitzenden Frank Löffler gedacht. Er habe zunächst Böses geahnt, sagt Löffler, als er plötzlich am Sonntag zum Tafel-Haus kommen sollte. Umso größer war die Freude, als er das Ergebnis sah. „Es hat Spaß gemacht“, sagen neben Initiator Philip Grodt auch Nils Schaefer sowie Rena und Johann Schipper.

Freude an der Arbeit bei der Tafel haben auch die beiden Helfer Bernd Hoffmann und Andreas Krause. Zu Beginn vor zwölf Jahren sei er noch selbst gefahren und habe Ware abgeholt, erzählt Hoffmann. Mittlerweile schule er die Helfer in Hygiene- und Sicherheitsvorschriften. „Man muss auch etwas für die anderen tun. Ich helfe gerne.“ Andreas Krause bereitet montags und dienstags die Lebensmittel vor und unterstützt auch bei der Ausgabe. Dabei habe er auch einige für ihn neue Gemüsesorten, wie beispielsweise Topiambur, kennengelernt. „Seit Neuestem helfe ich auch beim Kochen.“ Immer freitags wird aus übrig gebliebenen Lebensmitteln ein mehrgängiges Mittagessen gezaubert. Das kostenlose Essensangebot von 12 bis 13.30 Uhr ist offen für alle. Damit soll der Austausch zwischen Tafelkunden und Besuchern gefördert werden. Foto: Nandy

HAZ vom 28.12.17

Frank Löffler plant Ausstellung im Tafel-Haus

Den historischen Hintergrund des Tafel-Hauses an der Neustädter Straße möchte Vorstandsmitglied Frank Löffler in einer Ausstellung zeigen. Dafür benötigt er Bilder und Erinnerungen.

Wunstorf. Die Geschichte des Tafel-Hauses möchte Vorstandsmitglied Frank Löffler in einer Ausstellung zeigen. Früher machte an der Neustädter Straße am Stadtbahnhof die Steinhuder Meer-Bahn Halt. Nach dem Aus der Verbindung sei das Gebäude als Gaststätte und Diskothek genutzt worden. Mittlerweile befindet es sich im Besitz der Wunstorfer Tafel.

Zum Sommerfest möchte Löffler die Geschichte des historischen Gebäudes aus dem Jahr 1905 aufleben lassen. Dafür benötigt er noch Bilder und freut sich über Anekdoten aus der Zeit als Bahnhof oder gastronomische Einrichtung. Ein Werbeplakat aus dem Jahr 1920 lädt beispielsweise Radfahrer und Touristen zum Verweilen ein. Geboten werden „bestgepflegte Biere, gute Speisen und Getränke“. Und alles zu „mässigen Preisen“.

Auf der Suche nach Erinnerungen war beispielsweise das Stadtarchiv behilflich. Auch wurde beim Verein Steinhuder Meer-Bahn angefragt und Kontakt zum Großenheidorner Dorfchronisten Hans Schettlinger aufgenommen, der Bilder und auch Erinnerungen beisteuern konnte. Zur Fußballweltmeisterschaft 1954 habe er dort auf einem kleinen Fernseher das Endspiel gegen Ungarn verfolgt. In der Ausstellung möchte Löffler ein bisschen Wunstorfer Geschichte zeigen und auch herausstellen, wie wichtig es ist, historische Gebäude zu erhalten. Daher wurde bei der Sanierung die Fassade des Tafel-Hauses nicht einfach neu verputzt, sondern sich an das Original angelehnt. Wer Fotos oder Geschichten zum ehemaligen Kleinbahnhof beisteuern kann erreicht den Vorsitzenden der Tafel Frank Löffler im Tafel-Haus, Neustädter Straße 2, unter Telefon (0 50 31) 700 22 22.

Von Rita Nandy

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 23.12.2017

Mitarbeiter sammeln wieder Lebensmittel

Beschäftigte von GE unterstützen die Wunstorfer Tafel

WUNSTORF (tau). Die Mit­ar­bei­ter des Wunstor­fer Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­mens GE ha­ben für die Ta­fel wie­der jede Menge halt­bare Le­bens­mit­tel und Kos­me­tika ge­sam­melt. "Al­lein eine Ab­tei­lung hat ü­ber 300 Euro ge­spen­det und da­von dann meh­rere Ein­kaufs­wa­gen mit Pro­duk­ten des täg­li­chen Be­darfs be­füll­t", sagt Dirk Neu­ber von GE. Auf diese Weise ka­men dies­mal 30 Kis­ten zu­sam­men. Großer Dank gelte des­halb den Be­schäf­tig­ten des Un­ter­neh­mens, die bei ih­ren Ad­vent­sein­käu­fen auch an jene Men­schen ge­dacht ha­ben, de­nen es nicht so gut geht. Der Vor­sit­zende der Ta­fel, Frank Löff­ler, war hoch er­freut und be­ton­te, dass die jähr­li­che Weih­nachts­sam­me­lak­tion der GE Mit­ar­bei­ter die mit Ab­stand größte der­ar­tige Ein­zel­s­pende für die Wunstor­fer Ta­fel sei. Vor al­lem halt­bare Le­bens­mit­tel, Kon­ser­ven und Dro­ge­rie­ar­ti­kel be­fin­den sich in den grü­nen Kis­ten. Das sind Din­ge, die die Ta­fel ih­ren Kun­den nor­ma­ler­weise nicht an­bie­ten kön­ne, so Löff­ler. In den kom­men­den Ta­gen sol­len die Wa­ren da­her schnell an die Kun­den der Ta­fel ver­teilt wer­den. Am Stand­ort Wunstorf der GE Sen­sing & In­spec­tion Tech­no­lo­gies GmbH pro­du­zie­ren 225 GE Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter so­wie zahl­rei­che Zeit­ar­beit­neh­mer hoch­auf­lö­sende Com­pu­ter­to­mo­gra­phen ins­be­son­dere für die Au­to­mo­bil-, Ae­ro­space und Elek­tro­ni­k­in­dus­trie. ­Fo­to: tau/pri­vat

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 21.12.2017

Statt Geschenke Spende für die Tafel

WUNSTORF (gi). Ger­linde Hor­nig fei­erte ihr 40-jäh­ri­ges Dienst­ju­biläum. Sie ist in der Leib­niz Uni­ver­sität be­schäf­tigt und lei­tet den Be­reich der Haus- und Rei­ni­gungs­diens­te. Ju­biläums­ge­schen­ke? Dar­auf ver­zich­tete die Bo­kelo­he­rin gern, sie bat um eine Spende für die Wunstor­fer Ta­fel. Es ka­men 300 Euro zu­sam­men, die die zweite Vor­sit­zende der Ta­fel, Ur­sula Jung­bluth, ent­ge­gen­nahm. Hor­nig wid­mete der Ta­fel mit ih­rer Spende auch noch einen Spruch von Karl Fried­rich von Ge­rok: "­Dein wah­res Glück, o Men­schen­kind, o, glaube doch mit­nich­ten, dass es er­füllte Wün­sche sind: Es sind er­füllte Pflich­ten." Fo­to: gi

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 09.12.2017

Die Arbeit der Wunstorfer Tafel für Unterstützungsbedürftige

WUNSTORF (r/tau). Die Wunstor­fer Ta­fel ist 2006 ge­grün­det wor­den. Der vom Fi­nanz­amt Ni­en­burg als ge­meinnüt­zig an­er­kannte Ver­ein hat 110 zah­lende Mit­glie­der. 65 eh­ren­amt­lich tätige Men­schen ste­hen für die Auf­be­rei­tung und Aus­gabe der Wa­ren be­reit. Neun 1-Euro-Kräfte und vier Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst-Leis­tende un­ter­stüt­zen die Ar­beit. Dazu kom­men 15 Fah­rer, die zum Bei­spiel auch an 50 bis 60 Per­so­nen mit dem Ta­fel-Mo­bil Wa­ren aus­lie­fern. Das sind aus­drück­lich be­grün­dete Ein­zel­fäl­le, die nicht per­sön­lich zum Ta­fel-Haus kom­men kön­nen. Im Grund­ge­schäft wer­den an drei Aus­ga­be­ta­gen (Mon­tag, Diens­tag, Don­ners­tag von 14.30 bis 17 Uhr) Wa­ren an zirka 200 Kun­den aus­ge­ge­ben. Da­durch wer­den ins­ge­samt rund 600 Per­so­nen ver­sorgt, da­von etwa 300 Kin­der. Die er­wach­se­nen Men­schen, die auf die Ver­sor­gung durch die Ta­fel an­ge­wie­sen sind, sind zwi­schen 18 und 85 Jah­ren alt. Die Wa­ren wer­den nicht kos­ten­frei ab­ge­ge­ben. In Ab­stim­mung mit dem Bun­des­ver­band der Ta­feln sind Ent­gelte fest­ge­setzt wor­den. 2 Euro für 1 Per­so­nen-Kauf, 2,50 Euro für einen 2-Per­so­nen-Kauf und 3 Euro für einen Ein­kauf ab 3-Per­so­nen. Die Ent­gelte wer­den zu­sam­men mit dem Spen­den­auf­kom­men und den Mit­glieds­bei­trä­gen für den doch kos­ten­in­ten­si­ven Ta­fela­b­lauf (Un­ter­hal­tung des La­dens, Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en, PKW-Kos­ten und an­de­re) ein­ge­setzt. Im zu Ende ge­hen­den Jahr konnte durch Spen­den eine neue Küche an­ge­schafft wer­den. Der Fuhr­park wird sorg­sam durch das dafür ein­ge­setzte Per­so­nal be­trie­ben, denn auch hier gilt es, die An­schaf­fun­gen pfleg­lich zu er­hal­ten. Ein neues Pro­jekt, dass die Taf­ler der­zeit an­bie­ten, ist ein Mit­tags­tisch für AL­LE. Aus den von der Aus­gabe des vor­an­ge­gan­ge­nen Ta­ges ü­b­rig ge­blie­be­nen Le­bens­mit­teln wird frei­tags ge­kocht und für einen Spen­den­be­trag ein Es­sen an­ge­bo­ten. Das An­ge­bot rich­tet sich an AL­LE, die frei­tags ih­rer Küche ein­mal Ruhe gön­nen möch­ten.

Zu­dem ist es eine Ge­le­gen­heit zum Mit­ein­an­der am ge­mein­sa­men Tisch. Das wird so in Neu­stadt, Han­no­ver und ver­schie­de­nen Orts­tei­len schon seit ei­ni­gen Jah­ren er­folg­reich an­ge­bo­ten. Dort heißt es dann Mit­tags­mi­tein­an­der, Frauen- oder Män­ner­frühstück oder ge­sel­li­ges Bei­sam­men­sein. Die Ta­fel braucht für ihr dia­ko­ni­sches – dem Men­schen zu­ge­wand­tes Tun – Hil­fe. Sei es in Form von Geld oder tat­kräf­ti­ger zeits­pen­den­der Un­ter­stüt­zung.

HAZ vom 04.12.17

Vorweihnachtliches Backen in der K21

Jede Menge gute Zutaten und feine, zuckrige Verzierungen standen bereit, um den Back-Vormittag in der K21 zu einem gelungenen Fest für Auge und Gaumen zu machen.

Wunstorf. Plätzchen und Kekse gehören für viele von uns zu den ganz normalen Dingen der vorweihnachtlichen Zeit. Ob vom Discounter oder aus der Feinkostabteilung - das süße Gebäck ziert viele Tische und lädt immer wieder zu einer kleinen Sünde ein.

"Es gibt leider viele Menschen, bei denen fehlt das Geld sogar für die Zutaten. Sie können noch nicht einmal selber backen, wenn sie es wollen", sagt Nadine Wolf. Grund genug für die junge Frau zusammen mir vielen anderen Gemeindegliedern der K21 und tatkräftig unterstützt durch die Wunstorfer Tafel zu einem gemeinsamen Backen in die Räume der Kirche einzuladen. "Wir haben Zusagen für 25 Kinder bekommen", berichtet Ursula Jungbluth, Vorstandsmitglied der Tafel.

Bereits im vergangenen Jahr habe man über eine solche Aktion nachgedacht, konnte diese dann aber zeitlich nicht umsetzen. "Wie haben statt dessen Tüten gepackt", erklärt Wolf. In denen seien Zutaten gewesen. Die habe man über die Tafel verteilt. In diesem Jahr läuft es anders. Ausstechformen und Nudelhölzer liegen bereit. Der Backofen ist angeheizt. Wenn auch der Anfang etwas schleppend ist. Die Zutaten – finanziert durch Spenden der Mitglieder - stehen bereit.  Schließlich gibt es an den Tischen kein Halten mehr. Da wird geknetet und ausgestochen, gerollt und verziert.  Ein Blech nach dem anderen wandert in die heiße Röhre. Nicht allen bunten Plätzchen blieb dann noch die Zeit zum Abkühlen. Einige der Zuckerbäcker konnten der süßen Versuchung einfach nicht widerstehen und griffen lieber sofort zu.

Von Mirko Bartels

 

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 30.11.2017

Schüler machen Geschenke wieder zu einem Geschenk

Kinder aus Klein Heidorn packen Präsente für die Tafel

WUNSTORF (tau). Schü­ler aus Klein Hei­dorn ha­ben für die Kun­den der Ta­fel wie­der Ge­schenke ge­packt. Die 12 Schü­le­rin­nen und Schü­ler tru­gen gut er­hal­tene Spiel­sa­chen wie Ku­schel­tie­re, aber auch CDs und Bücher zu­sam­men. Die ver­schie­de­nen Dinge sor­tier­ten sie an­sch­ließend al­ters­grup­pen­ge­recht und nach Ge­schlecht in Pa­kete zu­sam­men. Die Spen­den­be­reit­schaft der Kin­der und ih­rer Fa­mi­lien war wie­der so groß, dass ins­ge­samt 16 Pa­kete für be­dürf­tige Men­schen ge­schnürt wer­den konn­ten. Hinzu ka­men noch rund 80 lie­be­voll ge­stal­tete Tüten mit Tee­lich­tern, Tee und ei­ner Weih­nachts­bot­schaft. 15 Mi­nu­ten Weih­nach­ten be­deu­ten, Tee zu­be­rei­ten, Ker­zen anzün­den, Ge­schich­ten le­sen und den Tee ge­nießen.

Im Ta­fel­haus wa­ren die Mit­ar­bei­ter wie­der be­geis­tert von der vor­weih­nacht­li­chen Be­sche­rung. Zwi­schen der Schule und der so­zia­len Ein­rich­tung be­steht be­reits eine Ko­ope­ra­tion. Die Ta­fel lie­fert der Grund­schule ein­mal in der Wo­che fri­sches Obst und Gemü­se, das an die Kin­der ver­teilt wird. "Wir wol­len nicht nur neh­men, son­dern auch et­was zurück­ge­ben", sagt Klas­sen­leh­re­rin Bri­gitte Wacker­mann-Es­pe­ter. Die Kin­der wa­ren schon im letz­ten Jahr be­geis­tert von der Spen­de­nidee und woll­ten auch in die­sem Jahr die Ta­fel in ih­rer Ar­beit un­be­dingt wie­der un­ter­stüt­zen. Fo­to: tau

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 25.11.2017

Lebendiger Adventskalender

Besondere Regeln für den Kalender

WUNSTORF (di). Die Ad­vent­s­zeit steht wie­der vor der Tür. Be­glei­tet von den Wunstor­fer Kir­chen­ge­mein­den St. Bo­ni­fa­ti­us, Cor­vi­nus, St. Jo­han­nes und Stift la­den 22 Fa­mi­lien und Ein­rich­tun­gen zum Le­ben­di­gen Ad­vents­ka­len­der ein. Vom 2. bis 23. De­zem­ber, je­weils um 18 Uhr, wird je­den Abend an ei­ner an­de­ren Adresse ein Tür­chen geöff­net. Für circa eine halbe Stunde soll al­len In­ter­es­sier­ten die Ge­le­gen­heit ge­bo­ten wer­den, mit Ge­dich­ten, Ge­schich­ten, weih­nacht­li­chen Lie­dern und Ge­sprächen der täg­li­chen Hek­tik zu­min­dest für ei­nige Au­gen­bli­cke zu ent­flie­hen, um sich auf das be­vor­ste­hende Weih­nachts­fest zu be­sin­nen und ein­zu­stim­men. Das erste Tür­chen wird in der Stadt­kir­che am 2. De­zem­ber von Har­land-Ahl­born ge­zo­gen. Da­nach am 3. De­zem­ber im Nord­bruch 11 bei Fa­mi­lie Schem­mel. In der Bar­ne­straße 52 wird dann das vierte Tür­chen auf­ge­macht bei Brick­we­del. Wei­ter geht es dann am 5. De­zem­ber im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in der Bäcker­straße 6. An der Neustäd­ter­straße 2 wird das sechste Tür­chen im Ta­fel-Haus geöff­net. Die Kita Cor­vi­nus öff­net das siebte Tür­chen. Der Se­nio­ren­stift in der Hin­den­burgstraße lädt zum ach­ten Tür­chen ein. Bei Fa­mi­lie Bun­kus und Hanke in der Bar­ne­straße 107 wird das neunte Tor geöff­net. Im Du­en­dor­fer Weg 51 bei Fa­mi­lie Gleitz wird das zehnte Tür­chen des Ka­len­ders geöff­net. Die Kita Bo­ni­fa­tius lädt zum Öff­nen des elf­ten Tür­chens ein. Die zwölfte Tür wird im Mut­ter­kreis Stift bei Röhr geöff­net. In der Hin­den­burgstraße im Fa­mi­li­en­kreis Bo­ni­fa­tius wird Tür 13 geöff­net. In der Mühlen­kampstraße 62 bei Fa­mi­lie Kranz wird die Tür 14 geöff­net. Das Haus Jo­han­nes lädt zur Öff­nung des 15. Tür­chens ein. Die Fa­mi­lie Lef­fers aus dem "Am Al­ten Post­weg 49"öff­net die 16. Tür. Das 17. Tür­chen wird von Fa­mi­lie Gi­se­cke aus der Hein­rich-Kleist-Straße 18 ge­zo­gen. Die 18. Tür wird in der Mühlen­kampstraße 76 bei Fa­mi­lie Fuhr­mann-Schulz geöff­net. Im Blauen Haus der Le­bens­hilfe wird Tür­chen 19 geöff­net. Der Ver­ein für Kul­tur öff­net im Bür­ger­park das 20. Tür. In der Bar­ne­straße 93 bei Fa­mi­lie Wal­ter wird Tür 21 geöff­net. In der Ko­len­fel­der Straße 2 bei Fa­mi­lie Stock­mann wird in das 22. Tür­chen ge­guckt und das letzte Tür­chen wird in der Kra­nich­straße 37 bei Fa­mi­lie Wi­cher-Theu­ser geöff­net.

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 16.11.2017

Gemeinsamer Mittagstisch ist erfolgreich gestartet

Die Tafel lädt ab jetzt jeden Freitag zum Essen ein

WUNSTORF (tau). Der ge­mein­same Mit­tags­tisch der Ta­fel ist am ver­gan­ge­nen Frei­tag er­folg­reich ge­st­ar­tet. Die Pre­miere am Mar­tins­tag hielt drei Gänge für die Be­su­cher des Ta­fel­hau­ses be­reit. Als Vor­speise hatte das neue Küchen­team aus rund zehn eh­ren­amt­li­chen Hel­fern eine schmack­hafte Gemü­se­suppe so­wie Roh­kost­sa­late mit ver­schie­de­nen Dips vor­be­rei­tet. Zum Haupt­gang reich­ten die Ta­fel­mit­ar­bei­ter ih­ren Gäs­ten Pizza und be­legte Bro­te. Zum Nach­tisch gab es eine Aus­wahl an Obst­sa­la­ten und Kä­se­ku­chen.

Her­ge­stellt wur­den die Ge­richte aus den Le­bens­mit­teln, die an den drei Aus­ga­be­ta­gen ü­b­rig­ge­blie­ben sind. "Wir kau­fen nichts ex­tra da­zu, son­dern ver­ar­bei­ten nur das, was da ist", so be­schrei­ben Ur­sula Jung­bluth und Han­ne­lore Min­tus das Kon­zept des Mit­tags­tischs, der ab so­fort je­den Frei­tag von 12 bis 13.30 Uhr im Ta­fel­haus kos­ten­los an­ge­bo­ten wird. Ein­ge­la­den ist je­der, egal ob be­dürf­tig oder nicht. "Wir wol­len die Ta­fel als einen Treff­punkt fort­ent­wi­ckeln und hof­fen, da­durch die Ak­zep­tanz un­se­rer Ar­beit noch wei­ter zu stei­gern", sagt der Ta­fel-Vor­sit­zende Frank Löff­ler. Alle Be­tei­lig­ten ha­ben auf die Pre­miere re­gel­recht hin ge­fie­bert. Schon bei der Ge­ne­ral­probe eine Wo­che vor dem Start des Ge­mein­sa­men Mit­tags­tischs war die Vor­freude un­ter den Eh­ren­amt­li­chen zu spüren, als sie in der neuen Küche des Ta­fel­hau­ses erste Ge­richte zu­be­rei­te­ten, be­rich­tet Löff­ler. Das Prin­zip je­der kann vor­bei­kom­men, gilt natür­lich auch in der Küche. Eh­ren­amt­li­che, die mit­ko­chen wol­len, sind im Ta­fel­haus gern ge­se­hen. Wer In­ter­esse an ei­ner Mit­ar­beit hat oder noch mehr In­for­ma­tio­nen benötigt, kann ent­we­der per E-Mail un­ter in­fo@wunstorfer-ta­fel.de oder un­ter 05031/700 2222 das Ta­fel-Team er­rei­chen. Be­su­che am Vor­mit­tag sind eben­falls mög­lich. Fo­to: tau

HAZ vom 08.11.17

Home Instead spendet für die Tafel

Die Senioren- und Familienbetreuung Home Instead Wunstorf und Friedlies Reschke überreichen Tüten mit Backzutaten und Adventskalender an die Wunstorfer Tafel

Wunstorf. Die Freude beim Tafelvorstand ist groß. Mit Backzutaten, wie Mehl, Zucker, Margarine, Back- und Vanillepulver sowie Streusel gefüllte Tüten übergaben am Mittwochmorgen Andreas Hein und Christof Einecke von Home Instead Wunstorf. Ideengeberin für die Aktion war Tafelmitglied Friedlies Reschke, die wie bereits in den beiden Jahren zuvor wieder Adventkalender spendierte. 200 Stück können die Tafelmitarbeiter in den nächsten Tagen an Familien mit Kindern im Tafelhaus an der Neustädter Straße ausgeben. In 40 Familien können demnächst Mütter mit ihren Kindern Plätzchen backen.

„Unglaublich. Es gibt Adventskalender vor Weihnachten“, freut sich  der Tafel-Vorsitzende Frank Löffler. Normalerweise erhält die Einrichtung nicht verkaufte Weihnachtsartikel erst nach dem Fest. „Nach Silvester haben wir Berge an Lachs und ganze Ständer mit Lindt-Schokolade“, ergänzt Ursula Jungbluth vom Tafelvorstand. Der Vorrat an Weihnachtsmännern reiche oftmals bis in den April hinein.

Bei der Tafelausgabe seien die Regalreihen gut gefüllt. Der einzige Unterschied zu einem Lebensmittelgeschäft liege darin, dass sich die Kunden nicht selbst bedienen dürften, erläutert Löffler den beiden Gästen von der Senioren- und Familienbetreuung Home Instead das Prinzip der Einrichtung. Durch die Reduzierung vom Molkereiproduktion bereits in den Läden sei das Angebot an Joghurt allerdings oftmals knapp. An Backzutaten fehlt es zumindestens in der nächsten Zeit nicht. Andreas Hein und Christof Einecke sagten sofort ihre Unterstützung zu als sie hörten, dass Bedarf bestehe. Wer die Tafel unterstützen möchte, erhält Informationen im Internet unter www.wunstorfer-tafel.de.

Von Rita Nandy

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 02.11.2017

Mittagstisch startet

WUNSTORF (tau). Die Wunstor­fer Ta­fel lädt am Frei­tag, dem 10. No­vem­ber, von 12 bis 13.30 Uhr zum ers­ten Mit­tages­sen ein. Das An­ge­bot wird es künf­tig im­mer frei­tags im an­ge­ge­be­nen Zeit­raum ge­ben. Mög­lich wird das durch die noch bes­sere Ver­wer­tung der Le­bens­mit­tel­s­pen­den. Das fri­sche Gemü­se, das nach der Aus­gabe am Don­ners­tag ü­b­rig bleibt, ist die Ba­sis der Mahl­zeit. Da­zu­ge­kauft wird nichts. Zum Mit­tags­tisch am Frei­tag kann je­der kom­men. Ge­sucht wer­den noch Eh­ren­amt­li­che, die beim Ko­chen mit­hel­fen möch­ten.

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 14.10.2017

Zwei ganz einfache Wege, um zu helfen

Marktkauf Kunden spenden für die Wunstorfer Tafel / Aktion "Kauf eins mehr!" läuft mehr als erfolgreich ab

WUNSTORF (tau). "­Kauf eins mehr!" So lau­tet eine er­folg­rei­che Ak­tion der Wunstor­fer Ta­fel bei Markt­kauf. Die ist jetzt um die Idee ei­ner hand­li­chen Spen­dentüte er­wei­tert wor­den. Eine Wo­che lang – heute ist der letzte Tag – kön­nen Kun­den im Ein­gangs­be­reich des Mark­tes die 5-Euro-Spen­dentüten mit­neh­men und an der Kasse be­zah­len. In den Tüten be­fin­den sich un­ter an­de­rem Nu­deln, Zucker, Ha­fer­flo­cken, Milch, Mehl und ein Glas Ge­würz­gur­ken. Das bunte Sor­ti­ment an halt­ba­ren Le­bens­mit­teln geht di­rekt an die so­ziale Ein­rich­tung. Wer mit­macht und die Ta­fel vor Ort un­ter­stützt, er­hält einen Glücks-Cou­pon und hat da­mit die Chance auf den Ge­winn von Ein­kaufs­gut­schei­nen im Wert von 75, 50 und 25 Eu­ro.

Natür­lich kön­nen die Kun­den auch wei­ter­hin ein be­lie­bi­ges Pro­dukt ih­rer Wahl kau­fen und der Ta­fel spen­den. Benötigt wer­den vor al­lem Kon­ser­ven, Tee und Kaf­fee, Mar­me­la­de, Reis und Nu­deln, Dro­ge­rie- und Hy­gie­ne­ar­ti­kel. Die eig­nen sich gut zur La­ge­rung im Ta­fel­haus. Viele Kun­den wie Ro­swi­tha Kranz ha­ben bei der Ak­tion in die­ser Wo­che be­reits mit­ge­macht und Spen­dentüten für die Ta­fel ge­kauft. "Ich wollte ei­ner­seits die Ta­fel un­ter­stüt­zen, aber auch an­dere Markt­kauf-Kun­den zum Mit­ma­chen ani­mie­ren", sagt Kranz. Hans Pe­ters, der am kom­men­den Mitt­woch die Lei­tung des Wunstor­fer Markt­kau­fes ü­ber­neh­men wird, hat sich eben­falls von der Ak­tion ü­ber­zeugt und fin­det die Zu­sam­men­ar­beit mit der Ta­fel rich­tig gut. "Das ist ge­lebte Nächs­ten­lie­be. Wir wol­len auch in Zu­kunft mit der Ta­fel eng zu­sam­men­ar­bei­ten und die so­ziale Ein­rich­tung wei­ter un­ter­stüt­zen", so Pe­ters. Fo­to: tau

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 12.10.2017

Discounter übergibt Scheck an Tafel

Lidl-Kunden spenden 10.000 Euro für neuen Lieferwagen / Zuladung: Eine Tonne möglich

WUNSTORF (tau). Die Wunstor­fer Ta­fel hat seit ge­rau­mer Zeit einen neuen Lie­fer­wa­gen mit ein­ge­bau­tem Kühl­ag­gre­gat in Dienst ge­stellt. Mög­lich wurde die Neu­an­schaf­fung durch eine Spende des Dis­coun­ters Lidl, der 10.000 Euro zur Fi­nan­zie­rung ei­nes Opel Mo­vano zur Ver­fü­gung stell­te. Die Wunstor­fer Ta­fel hatte sich um ent­spre­chende För­der­mit­tel be­wor­ben, die aus den Pfand­s­pen­dentöp­fen des Un­ter­neh­mens stam­men. "Da­mit ha­ben auch die Wunstor­fer Lidl-Kun­den mit ih­ren En­gan­ge­ment die Ta­fel di­rekt un­ter­stütz­t", freut sich Ge­schäfts­füh­rer Frank Löff­ler. "­Mit der Pfand­s­pende kön­nen die Ta­feln ü­ber die klas­si­sche Le­bens­mit­te­l­ab­gabe hin­aus ge­zielt fi­nan­zi­ell ge­för­dert wer­den. Dass un­sere Kun­den dies in ei­nem so großen Um­fang un­ter­stüt­zen, ist für uns eine großar­tige Bestäti­gung un­se­rer Zu­sam­men­ar­beit", er­klärt Chris­tian Mül­ler, Be­auf­trag­ter für Mit­ar­bei­ter und So­zia­les der Lidl-Re­gio­nal­ge­sell­schaft Hil­des­heim.

Mit 10.000 Euro ü­ber­weist der Ein­zel­han­dels­kon­zern den ma­xi­mal mög­li­chen Zu­schuss an die Wunstor­fer Ta­fel, das ent­spricht etwa ei­nem Drit­tel der Ge­samt­an­schaf­fungs­kos­ten für den neuen Lie­fer­wa­gen. Der ist fünf Tage die Wo­che und im Mo­nat rund 1000 Ki­lo­me­ter un­ter­wegs, um Le­bens­mit­tel zu trans­por­tie­ren. Der Vor­teil liegt bei der Zu­la­dung, etwa eine Tonne passt rein. Das spart un­term Strich Fahr­ten und er­höht die Ef­fi­zi­enz. Mit dem Opel Mo­vano wird ein al­ter VW er­setzt, der be­reits 12 Jahre auf den Bu­ckel und ü­ber 200.000 Ki­lo­me­ter auf dem Ta­cho hat­te. Fo­to: tau

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 05.10.2017

Die Tafel kocht demnächst

Soziale Einrichtung nimmt neue Küche in Betrieb / Kostenlose Mahlzeiten genießen

WUNSTORF (tau). Die Wunstor­fer Ta­fel will dem­nächst den Frei­tag als einen be­son­de­ren Ak­ti­ons­tag für ei­ge­nes Es­sen re­ser­vie­ren. Mög­lich wird das durch eine neue Küche, die das Ko­chen end­lich er­laubt. Bis­lang hatte die Ta­fel keine Mög­lich­keit da­zu. Die alte Ein­rich­tung war ge­braucht, hatte we­der Herd noch Ofen und der Zu­stand der Schränke ver­schlech­terte sich ü­ber die Jahre zu­se­hends. Der Wunsch nach ei­ner neuen Küche kam auf und als die nöti­gen Mit­tel, dar­un­ter auch ein Zu­schuss der Stadt­spar­kasse in Höhe von 3.000 Eu­ro, vor drei Mo­na­ten bei­sam­men wa­ren, machte der Vor­stand Nä­gel mit Köp­fen. Die Pro­fis von Küche & Co hal­fen eben­falls bei der Um­set­zung des Pro­jekts. Künf­tig wol­len die eh­ren­amt­li­chen Ta­fel­mit­ar­bei­ter aus Le­bens­mit­teln, die an den re­gulären Aus­ga­be­ta­gen ü­b­rig­ge­blie­ben sind, Spei­sen zu­be­rei­ten. Das kön­nen Sup­pen sein, aber auch be­legte oder ü­ber­ba­ckene Bro­te, sagt Han­ne­lore Min­tus aus dem Vor­stand des Ta­fel­ver­eins. "Wir gehören ja zu den Ma­chern und wol­len die neue Küche natür­lich mit Le­ben fül­len und Men­schen zum Mit­ma­chen mo­ti­vie­ren", sagt der Ge­schäfts­füh­rer der Ta­fel, Frank Löff­ler. Wer also Lust am Ko­chen hat und in der neuen Ta­fel-Küche ein­mal pro Wo­che mit­ar­bei­ten möch­te, ist gern ge­se­hen. Die zu­be­rei­te­ten Mahl­zei­ten sind für je­der­mann und wer­den kos­ten­los sein, müs­sen aber im Ta­fel­haus ver­zehrt wer­den. Im No­vem­ber soll das neue Pro­jekt an den Start ge­hen und dann im­mer frei­tags zwi­schen 12 und 14 Uhr statt­fin­den. Das Koch­pro­jekt sei ein Bei­trag, die Ak­zep­tanz der Ta­fel noch wei­ter zu stei­gern. Es för­dere Kom­mu­ni­ka­tion und In­te­gra­tion, sind sich die Ma­cher si­cher. Auf diese Weise könne die Ta­fel auch zu ei­ner Be­geg­nungs­stätte wer­den zwi­schen Men­schen, egal ob sie be­dürf­tig sind oder nicht. Fo­to: tau

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 24.08.2017

Modernisierung der Wunstorfer Tafel schreitet voran

WUNSTORF (gr). Die Wunstor­fer Ta­fel kann nicht nur Le­bens­mit­tel sam­meln und ge­recht ver­tei­len, son­dern auch in Ei­gen­re­gie die Mo­der­ni­sie­rung ih­res Ta­fel­hau­ses, Neustäd­ter Straße 2, vor­an­trei­ben.

Mit Hilfe von Wunstor­fer Un­ter­neh­men wie Firma Lütt Fens­ter­be­trieb und Au­to­haus Mar­cel Möl­ler kön­nen die eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter der Ta­fel in den aus­ga­be­freien Zei­ten wich­tige Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten vor­neh­men. Im Mo­ment geht es um den Ein­bau ei­nes Fens­ters. Bis­her führte eine Tür im ers­ten Stock ins Lee­re. Jetzt wird mit Hilfe von Stei­nen, die das Au­to­haus Mar­cel Möl­ler spen­diert hat und ei­nem preis­re­du­zier­ten Fens­ter der Firma Lütt die­ser Ma­kel be­sei­tigt. Es war­ten viele in­ter­essante Auf­ga­ben und Ein­bli­cke in die Ta­fel­ar­beit. Eh­ren­amt­li­che In­ter­es­sen­ten und Hel­fer sind nach Ab­spra­che un­ter 05031/7002222 will­kom­men. Fo­to: pri­vat

Leine Zeitung vom 04.08.2017

Tafel-AG startet an der Evangelischen IGS

Schüler sollen an Arbeit der Tafel herangeführt werden und Ehrenamt lernen / Arbeit in zwei Gruppen

Von Christiane Lange-Schönhoff
Wunstorf. Seit fünf Jahren arbeiten Wunstorfer Tafel und Evangelische IGS zusammen. Schüler organisieren Projekte und sammeln Spenden oder helfen ehrenamtlich bei Tafelaktionen mit, wie beim Weihnachtsmarkt. Jetzt haben Schulleitung und Tafelvorstand eine Tafel-AG ins Leben gerufen.

„Wir legen großen Wert auf soziales Lernen und freuen uns, dass wir gemeinsam im Boot sind und uns die Tafel als verlässlichen Partner wahrnimmt“, betonte Schulleiterin Elke Helma Rothämel.

Theorie und Praxis sind wichtig

Ziel der Tafel-AG ist es, die Schüler behutsam an die Arbeit bei der Tafel heranzuführen. Sie sollen Zusammenhänge begreifen und lernen, was Ehrenamt bedeutet. „Dabei legen wir Wert auf Praxis und Theorie. Wissen und Hintergründe sollen vermittelt werden“, beschreibt Elke Helma Rothämel den Projektgedanken.
Das erste Treffen von Schülern und Tafel-Mitarbeitern ist am kommenden Dienstag von 14.15 bis 15.15 Uhr. Mit dabei sind dann zehn Schüler des siebten und achten Jahrgangs. Sie haben sich vorab über die Arbeit des Vereins informiert. „Die Kinder brauchen eine gewisse Reife, um sich mit der Ernsthaftigkeit des Themas beschäftigen zu können. Darum bieten wir die AG erst in den höheren Jahrgängen an“, betonte die Schulleiterin.
Glücklich über die Zusammenarbeit mit der Evangelischen IGS ist auch Tafel-Vorsitzender Frank Löffler. „Die Idee mit der Tafel-AG ist auch bei unserem Bundesverband sehr gut angekommen. Außerdem haben wir bereits viele tolle Erfahrungen mit den IGS-Schülern gemacht“, sagte Löffler. „Die AG-Zeit wollen wir nutzen, den Jungen und Mädchen den Tafelgedanken näherzubringen. Betreut werden die Schüler von unseren Vorstandsmitgliedern.“
„Gearbeitet“ wird in zwei Gruppen. Während die eine anfängt, Gemüse und Lebensmittel zu sortieren, wird den anderen Schülern erst einmal theoretisches Wissen vermittelt. Wer mag, könne aber schon bei der Ausgabe an die Tafelkunden mithelfen, beschreibt Löffler den Ablauf.

 

 

 

Leine Zeitung vom 18.07.17

Tafel sucht Tatkraft

Wunstorfer Einrichtung hat ab September Platz für einen neuen Helfer im Bundesfreiwilligendienst


Von Christiane Lange-Schönhoff

Wunstorf. Zwölf Monate Engagement, zwölf Monate Freiwilligendienst bei der Tafel: Die 21-jährige Wunstorferin Claudia Hoting hat es gemacht. Nun geht ihr Soziales Jahr zu Ende. Ab dem 1. September ist die Stelle frei, aber bisher kein Nachfolger in Sicht. Das bereitet dem Vorsitzenden Frank Löffler Sorgen. „Claudia ist unsere große Stütze. Als Betriebsleiterin hat sie uns viel Arbeit, vor allem im administrativen Bereich, abgenommen. Wenn sie Ende August aufhört, brauchen wir dringend einen neuen Bundesfreiwilligendienstler“, betonte Löffler.
Claudia Hoting beschreibt er als schnell, zuverlässig und flexibel. „Wenn sie geht, entsteht eine große Lücke, die es zu schließen gilt. Auch unser kaufmännischer Auszubildender geht, und es gibt keinen Ersatz“, sagte er.
Auf die Bufdi-Stelle bei der Tafel ist Hoting über das Internetportal Bundesfreiwilligendienst.de aufmerksam geworden. „Nach dem Abitur wollte ich etwas Soziales und mit Flüchtlingen machen. Das bot sich bei der Tafel an“, begründete sie ihre Wahl. Hotings Aufgaben bei der Tafel sind vielfältig. Wenn sie sich nicht um die anfallenden Büroarbeiten kümmert, hilft die junge Frau auch bei der Vorbereitung und der Ausgabe von Lebensmitteln mit. Außerdem, so Hoting, sei sie auch ab und an bei den Auslieferungsfahrten mit dabei.
Gebracht habe ihr das Jahr eine Menge Selbstbewusstsein. „Ich war sehr schüchtern und die Arbeit bei der Tafel war für mich eine große Herausforderung. Das habe ich jetzt abgelegt. Mittlerweile kann ich jede Menge Verantwortung übernehmen und weiß, wie Betriebsabläufe funktionieren“, erzählt sie begeistert. Claudia Hoting möchte im Herbst ein Marketing- oder BWL-Studium beginnen. Doch der Tafel bleibt sie verbunden. Künftig wird sie die Wunstorfer bei der Jungen Tafel vertreten. Darin organisieren sich junge Ehrenamtliche im Alter von 16 bis 27 Jahren, sammeln Ideen und setzen mithilfe der Bundestafel ihre Projekte um. Wer bei der Tafel ein Soziales Jahr machen möchte, bleibt zwölf oder 18 Monate und bekommt 200 Euro Taschengeld im Monat. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. „Gut wäre es, wenn sich Interessenten bald bei uns melden würden, dann ist noch Zeit für Einarbeitung“, betonte Frank Löffler.

Informationen zum Sozialen Tafel-Jahr in Wunstorf gibt es unter Telefon (0 50 31) 7 00 22 22 und nach einer Mail an info@wunstorfer-tafel.de. Wer möchte, schaut einfach im Tafelhaus vorbei. Das liegt an der Neustädter Straße 2.

Wunstorfer Stadtanzeiger vom 06.07.2017

Gelungene Hilfsaktion

Menschen lassen sich typisieren und in Datei aufnehmen

WUNSTORF (tau). An der ers­ten Ty­pi­sie­rungs­ak­tion des Nord­deut­schen Kno­chen­mark- und Stamm­zel­len­spen­der Re­gis­ters (N­KR) in der Wunstor­fer Ta­fel ha­ben rund 60 Per­so­nen teil­ge­nom­men. "Das ist ein sehr er­freu­li­ches Er­geb­nis", sagt Ak­ti­ons­ko­or­di­na­tor Mi­chael Roth von NKR. Er hat zu­sam­men mit Ta­fel­mit­ar­bei­ter und Pro­jekt­pate Klaus Gehrke die Ty­pi­sie­rung or­ga­ni­siert. Ge­mein­sam ha­ben sie Ta­fel­kun­den und vor al­lem Men­schen aus an­de­ren Kul­tur­krei­sen an­ge­spro­chen, sich in der Spen­der­da­tei re­gis­trie­ren zu las­sen. Kon­kret ging es dies­mal um Hilfe für den 11-jäh­ri­gen Zi­war aus Ha­meln, der an ei­ner sehr schwe­ren Blu­ter­kran­kung lei­det.

Die Spen­den­be­reit­schaft un­ter den Ta­fel­kun­den ist sehr hoch. Viele wur­den im Be­kann­ten­kreis dar­auf auf­merk­sam ge­macht und ent­schlos­sen dann spon­tan, sich ty­pi­sie­ren zu las­sen. Dazu genügt heut­zu­tage in der Re­gel ein Ab­strich von der Wan­gen­schleim­haut mit Wat­testäb­chen. Etwa eine halbe Mi­nute lang dau­ert das Pro­ze­de­re. Als Spen­der kom­men alle ge­sun­den Per­so­nen im Al­ter zwi­schen 18 und 55 Jah­ren in­fra­ge. Es gel­ten da­bei na­hezu ähn­li­che Vor­aus­set­zun­gen wie bei ei­ner Blut­spen­de. Neun von zehn er­krank­ten Per­so­nen er­hal­ten auch eine Stamm­zel­len­spen­de. Diese Stamm­zel­len wer­den in 80 Pro­zent der Fälle ü­ber ein Dia­lyse-ähn­li­ches Ver­fah­ren ge­won­nen (also nicht aus dem Be­cken­kno­chen). Durch ein vor­her ver­ab­reich­tes Hor­mon wird die Pro­duk­tion von Stamm­zel­len an­ge­regt, die sich dann aus dem Blut des Spen­ders her­aus­fil­tern las­sen. Da die ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen le­dig­lich die Kos­ten ü­ber­neh­men, die im Falle ei­ner Blut­stamm­zell­s­pende an­fal­len, muss das NKR die La­bor­kos­ten rund 40 Euro für die Erst­ty­pi­sie­rung ü­ber­neh­men. In der Re­gel ü­ber­neh­men Spon­so­ren diese Kos­ten. Da­her ist das NKR drin­gend auf Spen­den­gel­der an­ge­wie­sen. Mehr In­for­ma­tio­nen dazu gibt es un­ter htt­p://ww­w.nkr-han­no­ver­.­de. Fo­to: tau